Malaria
Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Organismen (Plasmodien) hervorgerufen
wird. Sie werden über eine bestimmte Mückenart, die Anophelesmücke übertragen. Es gibt vier
unterschiedliche Malariaerreger:
Malaria ist eine Tropenkrankheit und weltweit eine der
wichtigsten Infektionskrankheiten. Sie tritt in etwa 100
Ländern endemisch auf. Etwa 40 Prozent der
Weltbevölkerung lebt in Malariagebieten. Nach
Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
erkranken weltweit jährlich etwa 500 Millionen Menschen.
Bis zu 2,7 Millionen Menschen sterben an der Infektion,
etwa die Hälfte davon sind Kinder unter fünf Jahren.
Durch den verstärkten Reiseverkehr erkranken auch
Touristen zunehmend an Malaria. Vor allem an der
gefährlichen Malaria tropica (70 Prozent). Man rechnet
jährlich mit etwa 12.000 Fällen in Europa. In Deutschland
wurden dem Robert Koch Institut im Jahr 2006 - 568
Malariafälle gemeldet. Der Großteil der Patienten hielt sich
zuvor in afrikanischen Endemie Gebieten auf.
Es gibt verschiedenen Formen der Malaria-Erkrankung, die unterschiedlich verlaufen. Am
gefährlichsten ist die Malaria tropica.
Die Anophelesmücke überträgt den Erreger (Plasmodium) beim Stich auf den Menschen. Die
Infektionsgefahr in einem Malariagebiet ist umso größer, je mehr Mücken dort die Plasmodien in
sich tragen und je häufiger man von diesen Mücken gestochen wird. Eine Ansteckung von Mensch
zu Mensch ist nicht möglich.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Malaria (Inkubationszeit) beträgt bei Pl.
falciparum 7 bis 15 Tage, bei Pl. vivax und Pl. ovale 12 bis 18 Tage und bei Pl. malariae 18 bis 40
Tage.
Die Plasmodien befallen die roten Blutkörperchen und vermehren sich dort. Sind die Malaria-
Erreger fertig entwickelt, platzt das Blutkörperchen und setzt neue Plasmodien frei. Die Zerstörung
der roten Blutkörperchen ruft einen Fieberschub hervor. Die neuen Plasmodien befallen wiederum
rote Blutkörperchen und vermehren sich dort weiter. So folgt bei der Malaria ein Fieberschub auf
den nächsten.
Diese Fieberschübe sind sehr belastend für den menschlichen Organismus. Sie können vor allem
für Kinder, alte Menschen und chronisch Kranke gefährlich werden.
Es gibt verschiedenen Formen der Malaria-Erkrankung, die unterschiedlich verlaufen. Am
gefährlichsten ist die Malaria tropica.
Woran Sie Malaria erkennen
Die Malaria kann bereits nach kurzer Zeit ausbrechen, aber auch noch bis zu einem Jahr später.
Im Anfangsstadium ist eine Malaria leicht mit anderen Infektionskrankheiten wie einer Erkältung
(Kopfschmerzen, Fieber, Mattigkeit, schneller Puls, Muskel- und Gelenkschmerzen) oder Magen-
Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) zu verwechseln.
Deshalb ist es wichtig, schon beim
geringsten Verdacht auf Malaria
einen Arzt aufzusuchen. Wird die
Krankheit zu spät erkannt und
behandelt kann dies lebensgefährlich
sein. Deshalb gilt innerhalb eines
Jahres nach einem Aufenthalt in ein
Malaria-Gebiet jede ungeklärte
Erkrankung bis zum Beweis des
Gegenteils als Malaria.
Der Erreger der gefährlichen Malaria
tropica, das Plasmodium falciparum,
ist schon gegen viele Medikamente
immun (resistent), weil sie in der
Vergangenheit zu häufig vorbeugend
eingesetzt wurden. Damit sich die Resistenzen nicht ausbreiten, verwendet man Malaria-
Medikamente heute kritischer als früher.
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